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Wege und Gartenwege pflastern lassen

Wege werden nur begangen oder mit der Schubkarre befahren. Der Aufbau ist deshalb flacher als bei der Einfahrt, braucht aber genauso eine stabile Randeinfassung und einen verdichteten Untergrund.

Stand 25.09.2026 · Redaktion Heimatprofi

Kurz beantwortet

Ein gepflasterter Gartenweg oder Hauszugang kostet 2026 grob 65 bis 220 € pro m² einschließlich begehbarem Unterbau, je nach Stein, Breite und Zugänglichkeit. Wichtig sind ein verdichteter, frostsicherer Aufbau, feste Randsteine und ein leichtes Quergefälle. Schmale Wege kosten pro m² oft mehr als große Flächen, weil der Anteil an Randsteinen und Schnitten höher ist.

Wie breit sollte ein Gartenweg oder Hauszugang sein?

Ein Hauptzugang zur Haustür sollte so breit sein, dass zwei Personen oder ein Rollator mit Begleitung bequem nebeneinander Platz haben. Nebenwege im Garten fallen schmaler aus. Die genaue Breite legen Sie mit dem Betrieb nach Grundstück und Nutzung fest. Wer an später denkt, plant den Hauszugang stufenlos und ausreichend breit, auch wenn das etwas mehr Fläche kostet.

Barrierearm planen

Ein ebener, rutschhemmender Belag mit schmalen Fugen ist mit Rollator und Rollstuhl deutlich leichter zu befahren als grobes Kopfsteinpflaster. Sprechen Sie das bei der Anfrage an.

Schichtaufbau beim Pflastern: Schottertragschicht, Splittbett und erste Pflasterreihen an der Schnur
Symbolbild

Welcher Aufbau ist für Wege nötig?

Auch ein Gehweg braucht einen verdichteten Untergrund, eine Tragschicht aus Schotter, 3 bis 5 cm Splittbettung und eine feste Randeinfassung. Die Schichtdicke ist geringer als bei Pkw-Flächen.

Die Richtlinie RStO 12 behandelt Geh- und Radwege in einer eigenen Tafel und sieht dort 8 cm dicke Pflastersteine als Regeldicke vor. Im privaten Garten verwenden Betriebe oft auch 6 cm dicke Steine, wenn keine Fahrzeuge darüberfahren. Der Unterbau für begehbare Flächen kostet laut gartenbau-kosten.de zusätzlich 25 bis 50 € pro m².

Ohne Randeinfassung schieben sich die äußeren Steine mit der Zeit nach außen, die Fugen öffnen sich und Unkraut wächst ein. Rasenkantensteine, Tiefborde oder Palisaden in einem Betonrückenstütz halten die Fläche zusammen.

Welche Steine eignen sich für Gartenwege?

  • Betonpflaster: günstig, eben, gut begehbar. Rechteckformate lassen sich leicht in Kurven legen.
  • Granit-Kleinpflaster: passt zu alten Häusern und Bauerngärten, sehr haltbar, etwas unebener.
  • Klinker: warme Farbe, gut mit Backstein und Holz kombinierbar.
  • Wassergebundene Wegedecke oder Kies: keine Pflasterung im engeren Sinn, aber wasserdurchlässig und günstig. Für Hauptzugänge weniger geeignet, weil Splitt ins Haus getragen wird.

Mehr zu den Eigenschaften der Materialien: Pflastersteine im Vergleich.

Wie wird ein Gartenweg entwässert?

Schmale Wege brauchen selten eine Rinne. Meist genügt ein leichtes Quergefälle, damit Regen seitlich in Rasen oder Beet abläuft und dort versickert. Das hat einen Nebeneffekt: Viele Entsorger berechnen die Niederschlagswassergebühr nur für Flächen, deren Wasser in den Kanal gelangt. Ein Weg, der in den Garten entwässert, bleibt dann gebührenfrei. Führt der Hauszugang direkt zum Gehweg oder zu einem Hofablauf, sieht das anders aus. Die Regeln Ihres Entsorgers finden Sie auf der jeweiligen Standortseite, etwa Plauen oder Riesa.

Was kostet ein gepflasterter Weg?

Material und Verlegung kosten je nach Stein 40 bis 170 € pro m², der begehbare Unterbau 25 bis 50 € pro m². Ein Weg von 1,2 m Breite und 15 m Länge (18 m²) mit Betonpflaster liegt damit grob bei 1.200 bis 2.300 €.

Randsteine werden oft pro laufenden Meter abgerechnet, laut Aroundhome mit etwa 7 bis 14 € pro Meter, bei beidseitiger Einfassung also doppelt. Kurven, Stufen und viele Schnitte erhöhen die Arbeitszeit. Alle Positionen: Kosten.

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Häufige Fragen

Wie tief muss man für einen Gartenweg ausheben?

Für einen reinen Fußweg reicht deutlich weniger Tiefe als für eine Einfahrt. Wie viel genau, hängt vom Boden ab: Lehmiger, frostempfindlicher Boden braucht mehr Aufbau als Sand oder Kies. Der Betrieb sollte die Schichtdicken im Angebot nennen.

Brauche ich Randsteine am Gartenweg?

Ja, eine feste Randeinfassung hält die Pflasterfläche zusammen. Ohne sie wandern die Randsteine aus, die Fugen öffnen sich und der Weg wird uneben.

Welcher Belag ist für einen Weg mit Rollator geeignet?

Geeignet sind ebene Steine mit schmalen Fugen und rutschhemmender Oberfläche, etwa Betonpflaster oder gesägtes Naturstein-Pflaster. Grobes Kopfsteinpflaster und lose Kiesdecken sind mit Rollator mühsam.

Zählt ein Gartenweg zur Regenwassergebühr?

Nur wenn das Regenwasser vom Weg in den Kanal gelangt. Läuft es seitlich in den Rasen oder ins Beet, ist der Weg in vielen Satzungen nicht gebührenpflichtig. Maßgeblich ist die Satzung Ihres Entsorgers.

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