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Hof pflastern lassen

Höfe sind meist größer als Einfahrten, liegen oft direkt am Haus und haben häufig einen alten Belag. Das macht Entwässerung und Rückbau zu den wichtigsten Planungsfragen.

Stand 25.09.2026 · Redaktion Heimatprofi

Kurz beantwortet

Beim Hofpflaster entscheiden Gefälle und Entwässerung über die Haltbarkeit: Wasser muss vom Haus weg zu einer Rinne, einem Ablauf oder einer Versickerungsfläche laufen. Einschließlich Unterbau kostet ein befahrbarer Hof 2026 mit Betonpflaster grob 80 bis 155 € pro m². Muss alter Beton oder Asphalt heraus, kommen Abbruch und Entsorgung hinzu.

Worauf kommt es beim Hofpflaster an?

  • Gefälle: Die Fläche braucht ausreichende Neigung, damit Wasser schnell abläuft. Auch bei Gefälle bleibt ein Teil in den Fugen. DIN 1986-100 rechnet für Pflaster mit einem Abflussbeiwert von 0,7.
  • Anschluss ans Haus: Pflaster darf die Abdichtung der Wand nicht überdecken. Vor Türen und Kellerfenstern ist eine Rinne oft sinnvoll.
  • Tragfähigkeit: Fahren Transporter, Heizöl- oder Pelletlieferwagen auf den Hof, muss der Unterbau darauf ausgelegt sein.
  • Leitungen und Schächte: Bestehende Schachtdeckel, Hofabläufe und Leitungen müssen vorher bekannt sein und in der Höhe angepasst werden.
Schichtaufbau beim Pflastern: Schottertragschicht, Splittbett und erste Pflasterreihen an der Schnur
Symbolbild

Was passiert mit dem alten Hofbelag?

Alter Beton oder Asphalt wird meist abgebrochen und entsorgt. Altes Natursteinpflaster lässt sich oft reinigen und wieder verlegen.

In vielen Höfen in Sachsen liegen noch alte Granit- oder Porphyrpflaster. Diese Steine sind sehr haltbar und können neu gesetzt werden, oft auf einem verbesserten Unterbau. Das spart Material, kostet aber Arbeitszeit für Aufnehmen, Sortieren und Säubern. Asphalt und Beton müssen getrennt entsorgt werden. Fragen Sie den Betrieb nach einer eigenen Position für Abbruch und Entsorgung im Angebot.

Was kostet es, einen Hof zu pflastern?

Als Orientierung gelten 40 bis 75 € pro m² für Betonpflaster mit Verlegung, 90 bis 170 € für Naturstein, zuzüglich 40 bis 80 € pro m² für einen befahrbaren Unterbau. Aushub und Entsorgung werden mit 15 bis 35 € pro m² angesetzt, Randsteine mit 7 bis 14 € pro laufenden Meter. Größere Flächen senken den m²-Preis. Details: Kosten.

Regenwassergebühr prüfen

Wird eine bisher unbefestigte Hoffläche gepflastert und an den Kanal angeschlossen, kann die Niederschlagswassergebühr steigen. Prüfen Sie vorher, ob ein Teil der Fläche als Sickerpflaster oder Rasengitter ausgeführt werden kann.

Braucht ein gepflasterter Hof eine Rinne oder einen Hofablauf?

Bei großen oder zum Haus geneigten Höfen meist ja. Eine Rinne oder ein Hofablauf sammelt das Wasser, bevor es an Türen, Kellerfenster oder Garagen gelangt.

Wo das Gelände kein durchgehendes Gefälle vom Haus weg erlaubt, legt der Betrieb eine Kasten- oder Schlitzrinne quer zur Fließrichtung oder setzt einen Hofablauf. Beides muss an den Kanal oder an eine Versickerung angeschlossen werden. Ein Anschluss an den Kanal kann bei gesplitteter Abwassergebühr die angerechnete Fläche erhöhen, eine Versickerung auf dem Grundstück verringert sie in vielen Satzungen. Klären Sie die Entwässerung deshalb vor dem Angebot. Auf den Standortseiten, zum Beispiel Zwickau oder Freiberg, finden Sie die Regeln des örtlichen Entsorgers.

Welches Pflaster passt zu einem Hof am Altbau?

Zu Bruchstein- und Putzfassaden passen Natursteinpflaster aus Granit oder Porphyr sowie gerumpeltes Betonpflaster mit gebrochenen Kanten. Klinker passt gut zu Backsteinbauten. Liegt das Grundstück in einem Gebiet mit Gestaltungssatzung oder im Denkmalbereich, kann die Stadt Vorgaben zum Material machen. Das prüfen Sie beim Bauamt. Mehr im Ratgeber Pflastersteine im Vergleich.

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Häufige Fragen

Wie viel Gefälle braucht ein gepflasterter Hof?

Der Hof muss so geneigt sein, dass Wasser zügig vom Gebäude weg zu einer Rinne, einem Ablauf oder einer Grünfläche fließt. Den genauen Wert legt der Betrieb nach Steinart und Oberfläche fest. Er sollte im Angebot stehen.

Darf das Regenwasser vom Hof auf das Nachbargrundstück laufen?

Nein, Sie dürfen Regenwasser nicht gezielt auf das Nachbargrundstück ableiten. Planen Sie mit dem Betrieb eine Rinne, einen Anschluss an den Kanal oder eine Versickerung auf dem eigenen Grundstück.

Kann ich altes Granitpflaster wiederverwenden?

Ja, gut erhaltenes Granit- oder Porphyrpflaster lässt sich meist wieder verlegen. Die Steine werden aufgenommen, gereinigt und auf neuer Bettung gesetzt. Das ist arbeitsintensiv, spart aber neues Material.

Muss ich einen neu gepflasterten Hof dem Abwasserentsorger melden?

Wenn Ihr Entsorger eine Niederschlagswassergebühr nach Fläche erhebt, sind Änderungen der angeschlossenen versiegelten Fläche in der Regel mitzuteilen. Die Pflicht und das Formular finden Sie in der Satzung oder auf der Website des Entsorgers.

Wir finden Ihre Pflasterbetriebe

Ein Formular statt vieler Telefonate. Wir melden uns, klären offene Fragen und nennen Ihnen bis zu drei geprüfte Betriebe aus Ihrer Region. Für Sie ohne zusätzliche Kosten. Oder rufen Sie an: 0351 27 59 38 50

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