Wie wird eine Terrasse gepflastert?
- Planung
Höhe an der Terrassentür, Gefälle und Entwässerung festlegen. Die Oberkante darf die Abdichtung der Hauswand nicht überdecken.
- Aushub
Boden auf die nötige Tiefe ausheben, Planum profilieren und verdichten.
- Tragschicht
Schotter oder Mineralgemisch lagenweise einbauen und verdichten.
- Randeinfassung
Rasenkante, Palisaden oder Tiefbord in Beton setzen.
- Bettung und Pflaster
Splittbettung abziehen, Steine mit Fuge verlegen, verfugen und abrütteln (bei empfindlichen Oberflächen mit Gummimatte).

Welches Material eignet sich für die Terrasse?
| Belag | Eigenschaften | Material + Verlegung € pro m² |
|---|---|---|
| Betonpflaster | günstig, viele Formate und Farben, Oberfläche je nach Veredelung empfindlich gegen Fett | 40–75 |
| Klinker | farbbeständig, dicht, rutschhemmend je nach Oberfläche | 65–130 |
| Naturstein (Granit, Porphyr) | sehr haltbar, jede Fläche ein Unikat, höherer Verlegeaufwand | 90–170 |
Stand 09/2026, Orientierungswerte, Quelle: gartenbau-kosten.de. Unterbau für begehbare Flächen zusätzlich 25–50 € pro m².
Großformatige Platten sind keine Pflasterarbeit im engeren Sinn, werden aber von vielen Pflasterbetrieben ebenfalls verlegt. Sie brauchen eine sehr ebene Bettung und breitere Fugen. Mehr dazu im Ratgeber Pflastersteine im Vergleich.
Was kostet eine gepflasterte Terrasse?
Rechnen Sie mit 40 bis 170 € pro m² für Material und Verlegung plus 25 bis 50 € pro m² für den begehbaren Unterbau. Eine Terrasse von 20 m² mit Betonpflaster liegt damit grob zwischen 1.300 und 2.500 €.
Hinzu kommen je nach Lage Stufen, Mauerscheiben zum Abfangen von Höhenunterschieden, Entwässerungsrinnen vor der Tür und der Abtransport des Aushubs. Diese Positionen können den Preis kleiner Terrassen deutlich erhöhen. Übersicht: Kosten.
Welche Fehler passieren beim Pflastern einer Terrasse häufig?
- Oberkante zu hoch: Das Pflaster überdeckt die Sockelabdichtung, Feuchtigkeit zieht in die Wand.
- Kein oder falsches Gefälle: Wasser steht vor der Tür oder läuft zum Haus.
- Bettung aus Sand mit hohem Feinanteil: Die Fläche bleibt nass, friert und wird uneben.
- Steine knirsch verlegt: Die Kanten platzen ab, weil keine Fuge die Bewegung aufnimmt.
- Keine Randeinfassung zum Rasen: Die äußeren Reihen wandern aus.
Ein guter Betrieb spricht diese Punkte bei der Besichtigung von selbst an. Wie Sie Angebote vergleichen, zeigt der Ratgeber Ablauf von Pflasterarbeiten.
Welches Gefälle braucht eine Terrasse?
Die Terrasse muss vom Haus weg geneigt sein, damit Wasser nicht an der Fassade steht. Pflaster lässt wegen der Fugen nie alles Wasser oberflächlich abfließen, ein Teil versickert in der Bettung. Deshalb muss auch der Unterbau Wasser abführen können. Ein erfahrener Betrieb nennt Gefälle und Anschlusshöhe an der Tür schon im Angebot.
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Häufige Fragen
Brauche ich für eine gepflasterte Terrasse eine Genehmigung?
In Sachsen sind Terrassen nach § 61 Abs. 1 SächsBO verfahrensfrei. Bebauungsplan, Abstandsregeln und örtliche Satzungen gelten trotzdem. Bei Zweifeln hilft eine kurze Anfrage beim Bauamt.
Wie dick sollten Terrassenpflaster sein?
Für begehbare Flächen reichen oft 6 cm dicke Pflastersteine. Nach RStO 12 sind für Geh- und Radwege 8 cm die Regeldicke. Der Betrieb wählt die Dicke nach Steinformat und Nutzung.
Kann ich auf die alte Terrasse neu pflastern?
Nur wenn der alte Aufbau tragfähig, eben und wasserdurchlässig ist. Eine alte Betonplatte ohne Gefälle ist als Unterlage meist ungeeignet, weil sich darauf Wasser staut und die Bettung friert.
Senkt eine Terrasse aus Sickerpflaster die Regenwassergebühr?
Wenn die Terrasse ohnehin nicht an den Kanal angeschlossen ist, fällt für sie in vielen Satzungen keine Gebühr an. Ob und wie wasserdurchlässige Beläge angerechnet werden, regelt der örtliche Entsorger.